Albanien war lange Zeit Spielball fremder Interessen. Erst 1912 wurde der unabhängige albanische Staat ausgerufen, den die Großmächte im Dezember 1912 auf der Londoner Botschaftskonferenz anerkannten.
Nach dem Ersten Weltkrieg war das Schicksal des Landes ungewiss; erst nach und nach erkannten die Großmächte die Souveränität Albaniens wieder an.
Um den Einfluss des Königreiches Jugoslawien zu mindern, schlossen Italien und Albanien 1925 ein geheimes Militärabkommen. Durch zwei sogenannte „Tiranapakte“ übernahm Italien den Schutz des Landes gegen äußere Feinde und brachte Albanien in seine Abhängigkeit.
1939 ließ Mussolini Albanien besetzen. Nach der Kapitulation Italiens 1943 marschierte die Deutsche Wehrmacht in Albanien ein. Obwohl sich das Land unabhängig erklärte und als neutral galt, gab es in Albanien neben dem Deutschen Generalkonsul einen deutschen bevollmächtigten General, eine militärische Verwaltung, einen Sonderbevollmächtigten des Auswärtigen Amtes und einen Beauftragten für Wirtschaft und Finanzen. Für die Kriegsführung des Deutschen Reiches waren albanische Bodenschätze wie Magnesit, Chrom, Lignit und Erdöl von großer Bedeutung.
Kämpfe zwischen der Wehrmacht und den albanischen Partisanen während der Besatzungszeit waren für beide Seiten verlustreich: neben zahlreichen Zivilisten und Partisanen kamen auch 2400 deutsche Soldaten ums Leben.
Ein 15 Minuten langer Film aus dem Jahr 1943 hält neben zahlreichen Eindrücken von Land und Leuten auch einen Empfang deutscher Offiziere in Albanien fest.